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Gesunde Ernährung bei Hund und Katze…. …ist einfacher als man denkt! Artgerechte, hochwertige Ernährung ist der Grundstein eines gesunden Lebens. Das ist bei unseren Haustieren genauso wie bei uns Menschen. Bei unseren vierbeinigen Freunden sind viele Krankheiten einer schlechten bzw. nicht artgerechten Ernährung geschuldet oder werden zumindest davon begünstigt. Ganz vorne sind hier Diabetes, Hautprobleme, Übergewicht oder Gelenksprobleme zu nennen. Aber auch Allergien oder Magen- Darm-Probleme sind keine Seltenheit bei Hund und Katze. Natürlich kann man nicht immer eine Krankheit mit guter Ernährung verhindern, aber auf alle Fälle kann man entstandene Beschwerden mit einer Ernährungsanpassung  günstig beeinflussen und mitunter sogar komplett verschwinden lassen. Allerdings braucht es hier dann einen speziell auf die Problematik abgestimmten Ernährungsplan. Spezialfutter (Fertigfutter) hingegen ist in fast allen Fällen unnötig und oft sogar eher schädlich! Aber wollen wir mal nicht von Krankheiten reden... auch ein scheinbar gesundes Tier wird von einer artgerechten Ernährung profitieren. Vielleicht kennen Sie das auch? Stumpfes Fell, abundzu mal bisschen Augenausfluss, mäkeliges Fressen, nicht mehr so agil wie früher, unregelmäßige schlechte Verdauung, Blähungen ...all das ist noch nicht wirklich krankhaft und wird in unserer Zeit oft als normal angesehen. Aber wäre es nicht schön, wenn solche "Kleinigkeiten" einfach nicht vorhanden wären? Schauen wir uns doch mal an, was überhaupt artgerecht bedeutet... Hunde und Katzen sind Fleischfresser, sogenannte Carnivoren. Das muss man allerdings noch einmal unterscheiden. Die Katze ist ein obligater Carnivor, das bedeutet, sie muss sich von tierischem ernähren, ihr Körper ist ausschließlich auf die Verarbeitung von tierischen Proteinen eingestellt. Der Hund hingegen ist ein fakultativer Carnivor, das bedeutet, er kann sich auch von einem Teil pflanzlichem ernähren. Man sieht es bei beiden auch am Gebiss. Die vorderen Fangzähne (Eckzähne) sind zum ergreifen der Beute gedacht und die Backenzähne zum zerschneiden von Fleisch oder auch zum Zerteilen von Knochen. Im Gegensatz zu den Zähnen bei Pferden oder anderen Pflanzenfressern. Hier sind die Backenzähne zum zermahlen von Pflanzen gemacht und haben eine breite Kaufläche, die bei Hund und Katze gänzlich fehlt. Auch der Magen-Darm-Trakt ist auf die schnelle Verdauung von tierischen Bestandteilen ausgelegt, was man an seiner Form und Länge sieht. Je kürzer ein Darm ist, umso mehr ist er auf die Proteinverdauung ausgelegt. Die Darmlänge einer Katze beträgt gerade mal das dreifache ihrer Körperlänge, die beim Pferd ist ca. 10 mal so lang wie der Körper. Und auch der PH-Wert des Magens ist auf Fleisch ausgelegt bei Hund und Katze, denn er ist sehr sauer und kann somit auch mit anhaftenden Bakterien sehr gut zurecht kommen. Wie sollte jetzt ein artgerechtes, gesundes Futter für Hund oder Katze aussehen? Zuerst einmal brauchen wir Fleisch...viel Fleisch! Oder besser gesagt, der Hauptbestandteil der Nahrung sollte aus tierischen Bestandteilen  bestehen. Aber hier ist nicht nur Muskelfleisch wichtig, es braucht auch Innereien und Knochen zur Vitamin und Mineralienversorgung. Die Katze benötigt in der Regel sonst nichts, allerdings ist bei manchen Tieren die Verdauung besser, wenn sie bis zu 5% pflanzliche Anteile als Ballaststoff haben. Beim Hund sollte das Futter aus  ca 70-80 % tierischem bestehen und der Rest kann pflanzlich sein. Was meist auch noch notwendig ist, ist die Beigabe eines Öles, was viele Omega 3 - Fettsäuren enthält. Die meisten Fertigfutter und auch BARF- Rationen kommen weder von Wild- noch von Weidetieren und haben so einen extrem hohen Anteil an Omega 6- Fettsäuren, was nicht sehr Gesund ist. Durch Zugabe eines Omega 3 - lastigen Öles wird das Verhältnis der Fettsäuren zueinander gebessert. Ein Omega-3 Mangel fördert unter anderem Entzündungen im Körper und ist oft auch für schlechtes, stumpfes Fell mit verantwortlich. Futterkomponenten, die weder bei Hund noch bei der Katze gesundheitsfördernd sind, sind Getreide (in fast allen Variationen), Zucker, Konservierungsstoffe oder Bindemittel. Wenn der Hund sehr schlank ist bzw. sehr viel Energie braucht (z.B. in der Säugephase oder wenn man Hundesport macht) kann man die Ration mit Pseudogetreiden ergänzen. Hierzu zählen z.B. Quinoa, Amaranth, Hirse. Aber auch Reis wird oft sehr gut vertragen. Was man dringend vermeiden sollte sind Weizen, Gerste und Roggen und auch Mais ist nicht gerade ein gutes Hundefutter. Bei der Katze hingegen sind diese Dinge völlig indiskutabel, die profitiert von Getreide NIE! Leider sind das aber alles Bestandteile, die man in den meisten Trockenfuttern für Hunde und Katzen zu hauf findet. Getreide dient als günstiges Füllmaterial und sorgt dafür, dass die Trockenfutterkroketten gut zusammen halten. In einigen Nassfuttern wird ebenfalls mit Getreide gearbeitet, aber es ist bei weitem weniger als in den verschiedeen Trockenfuttern. Auch findet man im Trockenfutter immer Konservierungsstoffe. Weniger um das Futter als solches zu Konservieren, denn das ist komplett tot gebacken. Konserviert werden muss das Öl, welches nachträglich aufgesprüht wird und als Trägerstoff für die künstlichen Vitamine dient. Diese Konservierer sind manchmal ungefährlich, wenn auch nicht natürlich (chemisch hergestelltes Vitamin E), aber mitunter auch gesundheitsschädlich. Einige davon lösen nachweislich Allergien, Leber- und Nierenschäden und sogar Krebs aus (BHT -Butylhydroxytoluol -E321, BHA - Butylhydroxyanisol – E320, Etoxyquin - E324, ...). Leider sind diese Stoffe in den Deklarationen so gut verschleiert, dass man meist nur mit viel Phantasie drauf kommt.... man liest da  z.B. "EU-Zusatzstoffe".  Mal ganz davon abgesehen, dass eine Ernährung mit ausschließlich künstlichen Vitaminen auf Dauer generell nicht gesund ist. Aber die natürlichen Vitamine sind ja leider durch den Herstellungsprozess zum Großteil zerstört! Ein weiteres "Trockenfutterproblem" sind Schimmelpilze, Futtermilben und sogar Salmonellen, die immer wieder mal in diversen Produkten gefunden werden. Was man in Trockenfutter dagegen leider viel zu wenig findet, ist Fleisch bzw. hochwertiges tierisches Protein. Aus diesem Grund würde ich von der Verwendung von Trockenfutter als Alleinfutter eher absehen. Und wenn Sie denken, Trockenfutter wäre gut für die Zähne, dann denken Sie mal drüber nach, ob für die Gesundheit Ihrer Zähne der Verzehr von harten Keksen hilfreich wäre?! Katzen wie auch Hunde kauen das Futter seltenst, sie beißen höchstens einmal drauf und dann wird es in Stücken abgeschluckt. Das kann man sehr gut erkennen, wenn das Tier mal erbricht. Die erbrochenen Futterstücke sind meist noch komplett so, wie sie aus der Tüte kamen! Sinnvoll für die Zahnpflege, wenn man hauptsächlich Nassfutter füttert, ist eher Rinderkopfhaut für den Hund oder auch mal ein Stück rohes Gulasch oder ein Eintagskücken bei der Katze... etwas was richtig gekaut werden muss und nicht einfach abgeschluckt werden kann! Am besten wäre natürlich, wenn hier generell Knochen, Knorpel und stückiges Fleisch zum Einsatz kämen. Gebarfte Tiere haben selten Zahnprobleme! Ein weiteres Problem, was vor allem unsere Katzen betrifft, ist, daß der Verzehr von Trockenfutter auch für die Entstehung von chronischen Nierenerkrankungen und Harngries verantwortlich gemacht werden kann. Katzen trinken in der Regel von natur aus nicht genug, um das Flüssigkeitsdefizit bei dieser Fütterung auszugleichen und somit werden die Nieren überlastet. Durch den Getreideanteil des Futters steigt außerdem der PH-Wert des Urins und es kommt oft zu Struvitsteinen bzw. Harngries. Diese lösen in vielen Fällen eine chronische Blasenentzündung aus und können im schlimmsten Fall sogar zum Verschluss der Harnröhre führen. Die Liste der Probleme, die durch nicht artgerechtes Futter entstehen, könnte man fast endlos weiter führen... Aus all den genannten und noch vielen anderen Gründen, würde ich von der ausschließlichen Trockenfutter Fütterung bei Hund und Katze dringend abraten. Wenn man zwischendurch ein paar Brocken als Leckerlie gibt, spricht allerdings nichts dagegen. Was wesentlich sinnvoller und gesünder ist, ist ein hochwertiges Nassfutter! Dieses sollte einen hohen Anteil an Muskelfleisch haben und maximal 20 % pflanzliches beim Hund und 5% bei der Katze beinhalten. Das weder Getreide noch Zucker enthalten sein soll, dürfte jetzt jedem klar sein. Auch pflanzliche oder tierische Nebenerzeugnisse sind nicht erwünscht. Wenn man dann auch noch eines findet, was ohne künstliche Vitamine auskommt, dann ist es super! Es gibt auf dem Markt sehr viele hochwertige Nassfutter (oft mit zuge- setzten Vitaminen), die einen hohen Anteil an hochwertigen Proteinen enthalten und sowohl ohne Zucker als auch ohne Getreide sind. Natürlich muss man für ein solch hochwertiges Futter mehr als 2 € für die 800 g Dose Hundefutter oder mehr als 79 cent für 400 g Katzenfutter ausgeben. Aber es lohnt sich... Empfehlenswerte Nassfutter für Hunde und Katzen finden Sie z.b. bei PETfit. Hier wird komplett ohne Chemie und künstliche Zusätze gearbeitet und es ist nur Natur in der Dose!  PETfit ist ein tolles Nassfutter, was auch von Katzen sehr gut angenommen wird! Falls Sie mehr darüber erfahren wollen, dürfen sie mich gerne kontaktieren! Den Shop finden Sie hier Der höhere Preis einer hochwertigen Futterdose relativiert sich in der Regel schnell, denn es ist hier die Fütterungsmenge kleiner. Die Nährstoffe sind besser verwertbar, die Tiere werden schneller satt und so braucht der Hund evtl. statt vorher 1200 gramm Futter von der Billigdose nur noch 800 gramm vom hochwertigen Produkt. Und schon ist das vermeintlich teure Futter vielleicht sogar auch rechnerisch günstiger. Außerdem profitiert die Gesundheit ihres Tieres und so spart man in der Folge auch oft Tierarztkosten. Mal ganz abgesehen von dem geringeren Verbrauch an Kotbeuteln oder Katzenstreu, denn das, was hinten raus kommt, ist auch wesentlich weniger. Generell kann man sagen, je höher Qualität des Futters und somit die Nahrungsausnutzung umso kleiner die Kothaufen. Und als weiteren positiven Effekt sind diese Hinterlassenschaften auch wesentlich geruchsärmer. Dieser Effekt wird noch optimiert, wenn man kein Nassfutter füttert, sondern BARF ... der Kot meiner roh gefütterten Katzen z.b. riecht so wenig, daß es noch nicht mal stört, wenn sie das Klo in der Küche benutzen während ich koche... man riecht nichts! Und auch die Menge ist sehr gering...Bei Hunden ist das ähnlich und sie setzen mitunter sogar nur jeden 2. Tag Kot ab... wer einmal den Vergleich kennen gelernt hat, wird es nie wieder anders machen wollen! Allerdings soll man eine Futterumstellung nicht plötzlich angehen, denn dann kann es sein, dass die Verdauung überfordert wird. Ein langsamer, schonender Wechsel ist sinnvoll. Probieren Sie es einfach aus... Ihr Tier wird es Ihnen danken! Und wenn Sie Hilfe bei der Auswahl eines geeigneten Futters oder der Umstellung brauchen, weitere Infos möchten oder auch überlegen zu BARFen...schreiben Sie mir einfach eine Mail. Ich helfe Ihnen gerne weiter! Ich werde in weiteren Artikeln noch speziell auf Deklarationen von Fertigfutter  und auch BARF eingehen... bleiben Sie dran, es lohnt sich! Quellen: Eigene Ausbildungen und Erfahrungen https://magazin.deine-tierwelt.de/hundefutter-lexikon/bht-e-321-2/ Bilder: Petra Schwarz/Elke Bialas